Alles was man über Mitesser wissen muss

Was sind Mitesser und wie unterscheiden sie sich von einem Pickel? Das ist eine wichtige Frage, der wir uns heute einmal widmen wollen. Mitesser nennt man auch Komedo. Vielleicht hast Du schon einmal irgendwo gelesen, dass man Kosmetik benutzen soll, die nicht komedogen ist. Das bedeutet, sie verstopft die Poren der Haut nicht. Und genau das ist ein Mitesser: Eine verstopfte Pore.

 Warum heißen Mitesser Mit-Esser?

Zerlegt man das Wort Mitesser einmal kommt dabei ein Mit-Esser heraus, also einer der mit Dir zusammen isst. Naja, nicht ganz aber zumindest so ähnlich. Früher dachte man, dass ein Mitesser ein Wurm ist. Das lag zum einen daran, dass man bis ins 19. Jahrhundert hinein glaubt, dass beinahe jede Krankheit durch Parasiten verursacht wurde. Da kommen wir der Sache mit dem Mit-Esser schon ein wenig näher. Zum zweiten hast Du sicherlich selber schon beim ausdrücken eines Mitessers festgestellt, dass diese sich wie ein langer Wurm aus der Pore herauswinden.

Ziemlich gruselige Vorstellung, oder? Mitesser hatten deswegen auch den Beinamen Zehrwürmer oder Dürrmaden – weil sie von ihrem Wirt zehren beziehungsweise wie dürre Maden aussehen. Nach diesem etwas unappetitlichen Ausflug in die Geschichte kehren wir wieder zum Thema zurück.

So entstehen Mitesser

Mitesser entstehen durch eine Verhornung der Haut. Jede Pore hat einen Kanal durch den Talg abfließt. Durch die Verhornung verstopft die Pore wie ein Rohr. Der Talg kann dann nicht abfließen. Das ist wie als wäre ein Deckel auf der Pore durch den nichts hinein oder hinaus kommt. Dieser Deckel färbt sich dann schwarz. Dabei handelt es sich nicht um Schmutz sondern um den Farbstoff Melanin der in Verbindung mit Sauerstoff oxidiert.

Man unterscheidet bei Mitessern zwischen zwei verschiedenen Arten. Einmal den eben angesprochenen mit dem schwarzen Kopf den man auch offenen Komedon nennt und den geschlossenen Komedon der weißlich schimmert. Das ist ein Talg-Horn-Pfropf. Im Gegensatz zum offenen Komedon neigen die geschlossenen häufig zu Entzündungen.

Mitesser richtig behandeln

Je nachdem wie groß die Poren sind ist auch die Größe des Mitessers. Am häufigsten findet man sie an der Stirn und an der Nase. Man nennt das auch T-Zone. Dort ist die Haut meist besonders fettig. Ausdrücken sollte man Mitesser besser nicht und zwar aus zwei Gründen.

Zum einen ist es schlichtweg eine sinnlose Tätigkeit da sie schon nach wenigen Tagen wieder da sind. Das Problem liegt ja nicht auf der Hautoberfläche sondern im Inneren, im Kanal der Pore. Und da kommt man von außen mit den Fingern nicht ran. Wenn Du ein verstopftes Rohr am Waschbecken hast kannst Du oben noch so oft die Haare entfernen, die Verstopfung im Inneren löst das nicht.

Regelmäßige Reinigung und Pflege sind das A und O

Der zweite Grund ist der, dass sowohl auf der Haut als auch an den Fingern ständig Bakterien sind. Gelangen diese in einen ausgedrückten Mitesser fühlen sie sich darin gelinde gesagt sauwohl und breiten sich in dem warmen, abgeschlossenen Klima aus. Die Folge: Eine fiese Entzündung. Lass also die Finger weg von den Mitessern.

Am besten bekämpfst Du Mitesser durch eine regelmäßige und gründliche Reinigung, die tief in die Poren dringt. Reinige Dein Gesicht morgens und abends mit einem milden Reinigungsmittel, befeuchte die Haut mit Gesichtswasser und trage anschließend eine Feuchtigkeitspflege auf. Zweimal wöchentlich kannst Du außerdem ein Peeling machen, das abgestorbene Hautschüppchen entfernt. Auch ein klärendes Gesichtsdampfbad kann wahre Wunder wirken, Zusätze wie Kamille wirken beruhigend und lindern Entzündungen.

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